Teil 13/36 von: We are the change
Von @Klaus Steinfelder, in Notion adaptiert von @StefanMünz

Greta Thunberg hatte für Mitte und Ende Juli Einladungen nach Caen und Paris angenommen, um in Caen den Prix Liberté der Normandie der Normandie entgegenzunehmen und anschließend in Paris vor der Nationalversammlung zu sprechen. Auf dem Weg zu diesen beiden Terminen machte sie einen Abstecher nach Berlin, um dort am 19.07. auf der FridaysForFuture Kundgebung am Invalidenpark vor rund 5.000 Menschen zu sprechen.

https://www.youtube.com/watch?v=_g4nmw3REks

Demo 19.07.2019 mit Greta Thunberg | Gretas Rede

Danke, dass Ihr alle hier seid. Ich hoffe Ihr genießt Eure Sommerferien. Aber wir hören nicht auf, wenn wir Ferien haben, denn die Klimakrise hört auch nicht einfach auf, nur weil wir Ferien haben. Also machen wir weiter.

Ich möchte mich bei allen Organisatoren hier in Deutschland bedanken. Diese Bewegung hat in Deutschland wirklich Geschichte geschrieben. Und danke an alle, die hier mit machen. Ich finde Ihr schuldet Euch einen Applaus.

Als Klimaaktivistin, insbesondere als junge Klimaaktivistin kann man leicht das Gefühl bekommen, dass einem die Zukunft der Welt auf den Schultern lastet, und das ist eine große Bürde. Man kann leicht das Gefühl bekommen, man tut nicht genug.

Aber wir machen schon mehr als wir können. Wir sind nicht diejenigen, die nicht genug tun. Es sind die Mächtigen, die Politiker, Wirtschaftsführer, die Medien, die nicht genug tun. Und das sind diejenigen, die sich verantwortlich fühlen müssten.

Wir jungen Leute sind nicht diejenigen, die die Welt retten können. Denn es bleibt nicht mehr genug Zeit zu warten bis wir erwachsen und in den entsprechenden Positionen sind, weil dies jetzt passieren muss. Aber wir jungen Leute sind diejenigen, die Druck auf die Mächtigen erzeugen können, um dafür zu sorgen, dass sie die Welt und die zukünftigen Lebensbedingungen der Menschheit retten werden.

Alles ist so seltsam, es ist so befremdlich, dass die Älteren sich dieser Verantwortung entziehen und Kinder diese Verantwortung übernehmen müssen. Und es ist so weit gekommen, dass die jungen Menschen ihre Schulausbildung opfern müssen, um gegen die Zerstörung ihrer Zukunft zu protestieren. Das muss jetzt aufhören! Wir rufen die ältere Generation auf, bitte helft uns! Wir können das nicht alleine schaffen. Wir bitten Euch um Hilfe.

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Ich werde oft gefragt, was mir Hoffnung gibt und mich weitermachen lässt, und ich antwortete immer, es sind die Menschen, die auf die Straße gehen und demonstrieren, die Kinder und Jugendlichen im Schulstreik. Menschen, wie Ihr hier heute. Ihr seid die Leute, die mich motivieren. Und ich weiß mit Sicherheit, dass ich niemals aufgeben werde. Und ich hoffe, Ihr auch nicht. Denn das hier ist eine Frage von Leben und Tod. Wir wissen was auf dem Spiel steht, und wir werden nicht aufhören.

Wir wissen, dass der Kampf gegen die Klimakrise ein Kampf ist, der nicht so einfach endet. Das wird für eine sehr lange Zeit so weitergehen, es wird Jahre dauern. Also müssen wir uns darauf vorbereiten, für eine lange Zeit so weiterzumachen. Das ist das was wir tun müssen. Wir haben keine andere Wahl. Also, seid Ihr dabei?

Ähnlich wie schon vor 6 Wochen in Wien klang auch hier durch, dass dringend auch die ältere Generation ins Boot geholt werden musste. Und tatsächlich hatte sich hier in den letzten Monaten bereits einiges getan. Nachdem sich bereits im März die Scientists4Future gegründet hatten, entstanden bald darauf weitere Unterstützergruppen wie die Parents4Future, Grandparents4Future oder auch die Students4Future.

Im Rahmen der Mobilisierung für den globalen Aktionstag am 20. September entstanden an vielen Orten Ansätze für breitere Bündnisse mit traditionellen Umweltgruppen, Vereinen, Radfahrinitiativen, Jugendverbänden von Parteien und Gewerkschaften, Alternativen Betrieben usw.

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